2004... Ausfall der Rasenheizung

v.l.n.r. hinten: Vatter, Nashville, Torwart, Conny, Helferich, HP, Sportsfreund, Heidi, Red-eyed-Robert vorne: Eschek, Ex-Präsi, Gallus-Günther, Klausch, Daniel, Heidiskumpelimargenitiniertrikot. Photo von Ingo.

‚Eine Abwehr aus Granit - so wie einst Real Madrid’ :Zeugwart Körbel besiegt Einfach Frankfurt mit 1:0

Zum zweiten Male im Laufe eines Jahres trafen die sympathischen Zeugwärter auf ihren neuen Lieblingsgegner, Einfach Frankfurt (www.einfach-frankfurt.de). Letztere hatten zum Gastspiel auf ihren Kunstrasen an der Autobahn irgendwo hinter Bornheim geladen, wo nach einigem Zänkereien mit den lokalen Schnicker-Grössen das Spiel beginnen konnte. Schon Tage vorher hatte E.F.-Legende Peter die ZK-Legende Hans-Peter beim Aussteigen aus dem Auto mit ‚wir putzen Euch’ begrüßt, aber dennoch entwickelte sich ein sehr faires Spiel. ZK wollte im Wissen um ihre physische Überlegenheit in der ersten Halbzeit vor allem hinten dicht stehen, was wider Erwarten mit einer homogenen Mannschaftsleistung auch gelang. Die im Spielaufbau routinierten Einfachler fanden spätestens drei oder vier Meter vor dem Sechzehner keine Anspielstation mehr; oftmals unterlagen sie schon im ersten echten Kampf Mann gegen Mann. Die vom überragenden und fehlerfrei aufspielenden Libero Christian H. dirigierte Abwehr ließ nur einfachste, niemals gefährliche Schüsse auf das Tor des Back-Up-Keepers Christian S. zu, der nie ernsthaft gefordert wurde. Durch Sperrungen der Innenstadt kamen nach 10 Minuten auch Necmi und Stefan R. noch an, was die Equipe aufs Feinste komplettierte.

Das Spiel der Zeugwärte nach vorne schien zunächst blockiert, da die gut organisierte Einfach-Abwehr eine Kombination in die gegnerische Hälfte effektiv unterbinden konnte. So stand es zur Halbzeit leistungsgerecht Unentschieden.

Nach der kurzen Pause sahen die zahlreichen, nicht unbedingt begeisterten Zuschauer (Ausnahmen hiervon Coach Frank (‚ihr seid alt genug, ihr könnt Euch selber einwechseln) mit Sohn Moritz, Sophie und Hartmut „Dr.Müller-Wohlfahrt“) ein verändertes Spiel. Während die Einfachler sich zum Teil in Nettigkeiten untereinander übten fanden die Zeugwärte im zentralen Mittelfeld über Markus und Necmi, auf den Außen über Ingo und Robert, immer mehr Raum, so dass erste gefährliche Vorstöße in Richtung Einfach-Tor vorgenommen werden konnten. Deren Torhüter allerdings war sicher einer der Besten seiner Mannschaft, konnte durch beherztes Herauslaufen aus dem Sechzehner auch zwei Situationen entschärfen. Der Druck der Zeugwärte nahm stetig zu, von Angriffsbestrebungen der Einfachler zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Und solcher Druck provoziert, wie schon lange Nutzern des Phrasenschweins bekannt, auch Fehler, die Unentschlossenheit dreier um den Ball herumstehender Einfachler konnte Daniel dann nutzen, der das Geschenk flach rechts am Torwächter vorbei zimmerte und beim Jubel versuchte, seinen Sturmpartner Eschek umzubringen, was ihm glücklicherweise nicht gelang.

In den darauffolgenden Minuten ergaben sich hochklassige Chancen, als Eschek eine feinen Schlenzer gegen die Latte setzte, Hans-Peter auf rechts durchgebrochen alleine vorm Torwart durch dessen Weltklasse-Reflex am Jubeln gehindert wurde, Daniel eine Flanke auf den freistehenden Robert leider zu unplaziert schlug, Necmi einen Freistoß knapp über das Tor schoss, Eschek aus spitzestem Winkel am Torwart scheiterte: Ein zweites Tor wäre zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient gewesen.

Das die Zeugwärte diesen Druck nicht bis Ende des Spiels aufrecht erhalten würden war absehbar. Die Einfachler bäumten sich noch einmal gegen die drohende Niederlage auf; zumal nach einer Stunde Grätschen, Ablaufen, Ball abnehmen erste Ermüdungserscheinungen bei dem Verteidigerbollwerk aus Klaus, 1860-Markus, GG, Rohmig und HP ersichtlich wurden. Dies erkannten Markus und vor allem Colin, der mit großem Einsatz und vorbildlichem, fairen Kampfeswillen einige Male seine Gegenspieler düpierte und aushelfen konnte. Die Abwehr stand jetzt etwas offener, aber dennoch konnten die Einfachler nur einen einzigen, halbwegs gefährlichen Schuss absetzen, der von Torwächter Christian aber sicher ‚gefischt’ wurde. Und dann war das Spiel aus!

Die dritte Halbzeit wurde von Einfach Frankfurt in weltmeisterlicher Manier organisiert und strotzte vor griechischen Vorspeisen, Bier in allen Darreichungsformen und zwei Grills. Ein rauschendes Fussballfest, so dass die noch an ihren Steaks arbeitenden Zeugwärte noch ein Beckerchen zusagten, welches dann sehr zu Freude von Peter 10 zu 8 (?) von den Einfachen gewonnen wurde. ZK hatte - obgleich nicht in Bestbesetzung - eines seiner besten Spieler abgeliefert und die sympathischen Einfachler daran erinnert, dass mit 11 (bzw. 15) Freunden alles machbar ist.

Tor: Christian S. (fehlerfrei)

Abwehr: 1860 Markus (absolut fehlerfrei, sicher, in der 3.HZ sympathischster Nörgler ever), HP (der letzte echte Kämpfer dieser Stadt, in der 2.HZ mit überzeugenden Offensivaktionen auf rechts), GG (Beindruckendes Comeback nach langer Verletzungspause) Stefan R.(überlegt, ruhig, gewohnt routiniert), Klaus (fehlerfrei, gutes Auge und überlegter Spielaufbau)

Libero: Christian H. (fehlerfrei - Mann des Spiels)

Mittefeld: Robert (neutralisierte seinen Gegenspieler, der zu den besten gehörte, in Manier eines Champions), Ingo (fehlerfrei, sauschnell, harmonierte auf Links mit Eschek formidabel), Necmi (Übersicht und ein guter Fuß, zweikampfstark wie selten), Markus (auch in der Defensivbewegung herausragend, Denker und Lenker des Spiels), Colin (Bester Mann der letzten halben Stunde, ein Vorbild für die Jugend)

Sturm: Eschek (agil, spulte Kilometer, leider Pech im Abschluß), Daniel (Schoß das Tor und schrieb den Bericht)

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